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Zoo Frankfurt: Zwergantilopen mit Rüsselschnäuzchen – drei Kirk-Dikdiks sind im Zoo Frankfurt eingezogen (28/07/2017)

Die Menschenaffen im Borgori-Wald haben neue Nachbarn bekommen: Kirk-Dikdiks. Die attraktive Zwergantilopenart ist mit einem Männchen und zwei Weibchen vertreten. Wenn sie sich gut eingelebt haben, sollen sie über die Außenanlage der Gorillas streifen.

Noch steht man vor dem Gehege im Borgori-Wald und sieht auf den ersten Blick nicht viel, denn die noch sehr scheuen Tiere halten sich weitgehend versteckt im üppigen Bewuchs des Geheges. Man benötigt also ein wenig Geduld, um die auch Zwergrüssel- oder Windspielantilopen genannten Tiere zu sehen. Mit einem Gewicht von maximal 7 kg und einer Schulterhöhe von 40 cm gehören die Dikdiks zu den kleinsten Hornträgern.

„Zwergrüssel-Dikdiks besitzen eine stark verlängerte rüsselartige Nase – eine Anpassung an die hohen Temperaturen in ihrem Lebensraum. Der mit einer Schleimhaut überzogene Nasenraum wird auf diese Weise vergrößert. Bei der Atmung wird das warme Blut in den stark durchbluteten Schleimhäuten durch den Luftstrom gekühlt – so entsteht eine gute Thermoregulation“, erklärt Zoodirektor Professor Dr. Manfred Niekisch.

Bock PAUL ist ein Jahr alt und stammt aus dem Zoo Hannover. Die beiden jeweils elf Monate alten Weibchen kamen aus Antwerpen und Leipzig nach Frankfurt. Dikdiks leben in der Regel paarweise, sind aber verhaltensbiologisch unter bestimmten ökologischen Bedingungen auch in der Lage kleine sogenannte „Revierharems“ zu bilden. „Erwachsene Tiere begrenzen ihre Territorien durch Dungplätze sowie mit Hilfe eines teerartigen Duftsekrets der Voraugendrüsen, das an Zweigspitzen gerieben wird. Bei Bedarf verteidigen sie ihr Revier auch vehement gegen andere Dikdiks“, so Nieksich.

Kirk-Dikdiks (Madoqua kirkii) bewohnen im Freiland trockene Gebiete mit Gebüsch und Unterholz, die als Verstecke genutzt werden können. Das vorher von den Guerezas bewohnte Gehege im Borgori-Wald wurde deshalb umgestaltet und dicht bepflanzt, um dem natürlichen Lebensraum der Tiere möglichst nahe zu kommen.
In Afrika leben zwei voneinander getrennte Kirk-Dikdik-Populationen: Zum einen findet man sie im nordöstlichen Afrika, wo auch andere Dikdik-Arten vorkommen, zum anderen sind sie in Namibia heimisch.

Die Art gilt derzeit als nicht gefährdet. Der Gesamtbestand liegt in einem Bereich von einer Million Tieren oder mehr. In dichter besiedelten Gebieten nehmen die Bestände ab, aber das Verbreitungsgebiet umfasst auch zahlreiche Schutzgebiete.

» Dieser Presseartikel wurde bereitgestellt durch Zoo Frankfurt

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