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Münchner Tierpark Hellabrunn: Elefantendame Steffi ist tot (20/03/2018)

Am heutigen Mittwoch, den 7. März ist Elefantendame Steffi im hohen Alter von 52 Jahren gestorben. Nachdem die Elefantenkuh bereits in den letzten Wochen enorm an Gewicht verloren hatte und immer schwächer wurde, legte sie sich am Vormittag entkräftet hin. Um sie von ihrem Leiden und ihren Beschwerden zu erlösen, entschied eine interne Ethikkommission, Steffi einzuschläfern.

Der Gesundheitszustand der 52-jährigen Elefantenkuh verschlechterte sich bereits Anfang des Jahres zunehmend. In den letzten Wochen nahm Steffi immer weniger Nahrung zu sich, war geschwächt und separierte sich häufig von der Gruppe. Wenn die anderen Tiere stundenweise auf der Außenanlage waren, blieb sie im Haus. Eine medizinische Intensivbehandlung zeigte keine Besserung. Steffi legte sich trotz ihrer Erschöpfung in letzter Zeit kaum noch hin, da ihr das Aufstehen große Mühe bereitete.

Tierpark-Direktor Rasem Baban: „Steffi hat mit 52 Jahren ein äußerst stattliches Alter für einen Elefanten erreicht. Sie hat uns heute Morgen gezeigt, dass sie nicht mehr konnte und nicht mehr wollte. Daraufhin haben wir eine Ethikkommission zusammengerufen, die aus allen Elefantenpflegern, der Bereichsleitung, den Tierärztinnen und der zoologischen Leitung des Tierparks bestand und die einstimmig beschlossen hat, die altersschwache Elefantenkuh zu erlösen.“

Die übrige Elefantenherde wurde anschließend ins Elefantenhaus gelassen, um sich von Steffi verabschieden zu können. Bei Elefanten ist es üblich, dass die Herdenmitglieder von einem verstorbenen Tier Abschied nehmen, in dem sie einen Kreis bilden und mit ihren Rüsseln über den toten Körper fahren. „Es war beeindruckend zu beobachten, wie mucksmäuschenstill es im Elefantenhaus war, als sich die übrigen Elefanten von Steffi verabschiedet haben“, so Rasem Baban.

Mit Steffi verlieren die Hellabrunner Elefantendamen ihre Leitkuh; diese Rolle hatte sie nach dem Tod von Elefantenkuh Tina vor sechs Jahren übernommen. Da sie das älteste Tier der Gruppe war, wurde sie von den anderen stets als ranghöchste Kuh respektiert. Welcher Elefant jetzt diese Aufgabe übernehmen wird, bleibt abzuwarten.

1966 in Indien geboren, kam Steffi bereits im Alter von zwei Jahren nach Hellabrunn. Aufgrund ihres hohen Alters und ihres dadurch bedingten Gesundheitszustands war sie schon seit einigen Jahren in medizinischer Behandlung und bekam separates Futter, um ihr eine hohe Lebensqualität zu ermöglichen. Steffi hatte Zeit ihres Lebens eine Rüssellähmung, mit der sie jedoch bis zuletzt sehr gut zurechtkam, in dem sie sich einige Techniken der einfachen Nahrungsaufnahme trotz dieses Handicaps aneignete.

Wie alle Tiere, die in Hellabrunn sterben, wird auch Elefant Steffi in der Tierärztlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München pathologisch untersucht werden.

Hintergrund-Infos:
Die Hellabrunner Elefantenherde: Im Tierpark leben insgesamt vier Elefanten, darunter die drei Kühe Panang (*1989), Mangala (*1993) und Temi (*2001) sowie der Bulle Gajendra (*1993).

» Dieser Presseartikel wurde bereitgestellt durch Münchner Tierpark Hellabrunn

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