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Zoo Leipzig: Krankheitsrisiko für wildlebende Menschenaffen wird untersucht / Zoo Leipzig wirbt EAZA Fördermittel ein ( 1/10/2013)

Die Übertragung menschlicher Atemwegserkrankungen wie Husten und grippale Infekte kann eine Gefahr für wildlebenden Menschenaffen, die mit Menschen in Kontakt kommen, darstellen – sie können an diesen „Allerweltskrankheiten“ sterben. Der Kontakt von Mensch und Menschenaffe kann durch Forschungsprojekte, Tourismus und Kontakt mit Bewohnern rund um Schutzgebiete zustande kommen. Das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie (MPI-EVA), das seit 2001 auch Verhalten und kognitive Fähigkeiten der Menschenaffen in Pongoland erforscht, betreibt ein Langzeit-Feldforschungsprojekt mit Schimpansen im Taï-Nationalpark in Elfenbeinküste, Westafrika, und untersucht dort auch diese Problematik. Der WWF ist in einem Gorilla-Projekt in Dzanga Sangha in der Zentralafrikanischen Republik aktiv, das ebenso diese Problematik bearbeiten wird.
Um eine bessere Risikoabschätzung zu ermöglichen, aber auch um die Wirksamkeit der durch das Taï Chimpanzee Project‘ entwickelten Vorsorgemaßnahmen (z.B. Tragen von Mundschutz oder Quarantäne) zu überprüfen, haben der Zoo Leipzig, das MPIEVA, das Robert-Koch-Institut Berlin und der WWF Deutschland einen gemeinsamen Antrag an den Ape Conservation Fund des europäischen Zooverbandes European Association of Zoos and Aquaria (EAZA) gestellt. Dieser wurde vor wenigen Tagen positiv entschieden.
Mit einer Summe von 21.000.- € fördert die EAZA jetzt ein Vorsorgeprojekt in West- und Zentralafrika, das systematisch die Krankheitsbedrohung von Menschenaffen durch menschliche Atemwegserkrankungen erforschen und angepasste Gegenmaßnahmen erarbeiten soll. Vor allem steht der Aufbau von Laboreinrichtungen vor Ort im Fokus, die unter den dortigen klimatischen und organisatorischen Bedingungen schwierig zu betreiben sind.

Über seine Mitgliedschaft in der Wild Chimpanzee Foundation unterstützt der Zoo Leipzig schon seit 2001 Aufklärungs- und Umweltbildungsmaßnahmen in Westafrika, die dem Schutz der Schimpansen dienen.

» Dieser Presseartikel wurde bereitgestellt durch Zoo Leipzig

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