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Technoseum: Orte der Kultur und Bildung als Spielstätten beim 25. TürkFilmFestivali 2017 in Mannheim ( 3/09/2017)

Vom 18. bis zum 22. Oktober 2017 stehen Mannheim und die Metropolregion Rhein-Neckar zum 25. Mal im Zentrum des türkischen Films. Zum Jubiläum präsentiert das regional und überregional renommierte TürkFilmFestivali die Filme an besonderen Spielorten in der ganzen Stadt: Im Goethe-Institut Mannheim in Neckarau, in der Mannheimer Abendakademie im Quadrat U 1, im Port25 im Jungbusch und im TECHNOSEUM in der Oststadt werden Produktionen des türkischen Autoren- und Arthouse-Kinos gezeigt. Das Museum Weltkulturen im Quadrat D 5 ist Spielstätte und Festivalzentrum. Traditioneller Vorführort bleibt das Cineplex-Kino auf den Mannheimer Planken im Quadrat P 4, in dem die ersten türkischen Festivalfilme Ende der 1980er Jahre im Rahmen der Internationalen Filmwoche Mannheim gezeigt wurden.
„Dieses Jahr konnten wir wichtige Einrichtungen und Institutionen, die wegweisend für den interkulturellen Dialog und die kulturelle Bildung sind, als spannende Spielorte gewinnen: für das Festival und unser Publikum“, freut sich Kanber Altintas, Leiter des TürkFilmFestivali, das seit 1987 in Mannheim stattfindet. Das älteste türkische Filmfestival in Deutschland ist in seiner Rolle als Pionier Vorbild für Festivalformate in vielen anderen Städten.

Für aktuelle türkische Kultur
„Wir haben sofort Ja gesagt als Kanber Altintas uns ansprach, ob wir Spielort sein möchten“, sagt Dr. Stefanie Roth, Abteilungsleiterin der Öffentlichkeitsarbeit im TECHNOSEUM Mannheim: „Das TürkFilmFestivali präsentiert ein wichtiges Stück aktueller türkischer Kultur und stärkt das türkisch-deutsche Zusammenleben – ganz im Sinne des Mannheimer Bündnisses für ein Zusammenleben in Vielfalt. Die kulturelle Vielfalt ist im TECHNOSEUM immer wieder Thema, wie bei unserer nächsten Ausstellung Anfang November 2017. Im Rahmen von ‚ENTSCHEIDEN: Eine Ausstellung über das Leben im Supermarkt der Möglichkeiten‘ werden Menschen, die aus anderen Ländern kommen, berichten, warum sie aus ihrer Heimat weggegangen und nach Mannheim gekommen sind.“

Für eine Stadtgesellschaft im Dialog
„Port25 kooperiert von Beginn an erfolgreich mit Institutionen und Organisationen aus der regionalen Kulturlandschaft, um aktuelle Themen aufzugreifen und den Austausch untereinander und mit der Bevölkerung zu fördern. Das TürkFilmFestivali bietet uns eine Gelegenheit Themen zu präsentieren, von denen wir annehmen, dass sie Teile der türkisch-stämmigen Menschen, die im Jungbusch leben, interessieren. Zugleich spielt in beiden Filmen, die im Port25 gezeigt werden, die Kunst eine Rolle. Dieses Thema liegt uns eben auch sehr am Herzen.“ Stefanie Kleinsorge, Direktorin des Port25, Raum für Gegenwartskunst, hat auch die Zukunft der Stadtgesellschaft im Blick: „Wenn eine Perspektive, die auf nationalen filmischen Traditionen und spezifischen soziokulturellen Faktoren beruht die Möglichkeit bietet, zum deutsch-türkischen Kulturdialog beizutragen, dann ist das die beste Möglichkeit auf dem Weg zu einer Stadtgesellschaft im Austausch.
Der Dialog sollte so selbstverständlich werden, dass die Unterscheidung in deutsche, türkische oder internationale Filmfestivals obsolet wird.“

Für künstlerische Formate aus verschiedenen Kulturräumen
„Gerade in divers geprägten Gesellschaften wie in Mannheim gibt es ein Publikum für Filme, die Lebensrealitäten jenseits kultureller Folklorismen darstellen“, begründet Institutsleiter Dr. Ingo Schöningh die Motivation des Goethe-Instituts, neuer Spielort zu sein: „Denn Angehörige der dritten Migrantengeneration haben generell ein größeres Interesse an Kulturangeboten im Vergleich zu Menschen ohne Migrationshintergrund, und die persönliche Migrationserfahrung führt zu einer größeren Aufgeschlossenheit für künstlerische Formate aus verschiedenen Kulturräumen.“ Als Leiter des Schwerpunktinstituts Integration im Netzwerk der Goethe-Institute freut es Schöningh besonders, dass die Filme konkrete Bezüge zur Lebenswelt der Herkunftsländer aufweisen und nicht synchronisiert sind: „Dies reduziert zusätzlich Besuchsbarrieren von kunst-fernen Migranten-Milieus und ermöglicht Teilhabe: Ganz so, wie wir als weltoffenes Kulturinstitut unsere Aufgabe verstehen.“

Für gelebte Willkommenskultur in Mannheim
„Wir sind ein Ort gelebter Willkommenskultur.“ Dieser Grundsatz, verankert im Leitbild der Mannheimer Abendakademie, ist für Dr. Gerlinde Kammer, Abteilungsleiterin im Ressort Gesellschaft, Politik und Kultur, ein Hauptargument, um die Filme des 25. TürkFilmFestivali 2017 zu zeigen. „Die zentrale Lage unseres Hauses und die gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln begünstigen die Abendakademie ebenfalls als Spielort. Viele unserer Teilnehmenden, Kursleitenden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind türkischer Abstammung bzw. sprechen Türkisch. Durch seine Größe und den hohen Anteil türkischer Mitbürgerinnen und Mitbürger ist Mannheim dazu prädestiniert, das türkische Filmfestival in der Metropolregion Rhein-Neckar auszurichten.“
Die Termine der Filme mit Spielort, Datum und Uhrzeit werden im Programm des TürkFilmFestivali, das Anfang September 2017 erscheint, auf der Webseite http://turkfilmfest-mannheim.de und auf Facebook veröffentlicht.

» Dieser Presseartikel wurde bereitgestellt durch Technoseum

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