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Technoseum: Kult und Kultur rund um den Gerstensaft: Vortrag im TECHNOSEUM zur Geschichte des Bieres (11/02/2016)

Von seiner ersten Erwähnung im babylonischen Gilgamesch-Epos 2.000 v. Chr. Bis zum heutigen Craft Beer erzählt das Bier eine lange und spannende Geschichte. Am 24. Februar zeichnet Prof. Dr. Günter Dippold im TECHNOSEUM die Kulturgeschichte des Bieres nach, angefangen beim Brotbrei der Sumerer bis zum heutigen Massenprodukt. Sein Vortrag ist Teil des Rahmenprogramms zur Sonderausstellung „Bier. Braukunst und 500 Jahre deutsches Reinheitsgebot“, die noch bis zum 24. Juli im TECHNOSEUM zu sehen ist. Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr, der Eintritt ist frei.

Im Mittelalter und der Frühen Neuzeit war Bier ein Massengetränk. Mit Beginn der Aufklärung im 18. Jahrhundert kamen Kaffee und Branntwein in Mode, nur bei den Arbeitern und Bauern blieb Bier wegen seines nahrhaften Charakters beliebt – und galt fortan als das Getränk der Armen. Erst im 19. Jahrhundert änderte sich dies, als Branntwein erschwinglicher wurde und infolgedessen der Pro-Kopf-Konsum in den unteren Bevölkerungsschichten stark anstieg: Lag er im Jahr 1800 noch bei 2 bis 3 Litern pro Jahr, waren es 100 Jahre später bereits 12 Liter. Gegen diese so genannte „Branntweinpest“ propagierte die Obrigkeit fortan den Bierkonsum – zum einen aufgrund seines geringeren Alkoholgehalts, zum anderen wurde Bier auch als traditionelles, alt-germanisches Getränk inszeniert und spielte damit nicht zuletzt eine wichtige Rolle bei der Bildung einer nationalen Identität im Deutschen Kaiserreich. Dippold ist Honorarprofessor für europäische Ethnologie an der Universität Bamberg und gleichzeitig als Kulturreferent für den Bezirk Oberfranken tätig. Er zeigt bei seinem Vortrag, wie die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und der Zeitgeist das Image des Bieres stetig beeinflussen.

» Dieser Presseartikel wurde bereitgestellt durch Technoseum

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