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Schloss Drachenburg: "Das ist der Nibelungen Not" - Fafnir ist zurück im Schloss (15/12/2015)

Schloss Drachenburg erhält Fensterrekonstruktion für das
Nibelungenzimmer

Königswinter: Für die Rekonstruktion von Buntglasfenstern in Schloss Drachenburg hatte der Vorstand der NRW-Stiftung im Frühjahr 2015 175.000 € zur Verfügung gestellt.
Das erste Ergebnis ist nun endlich sichtbar. Im Nibelungenzimmer windet sich nun wieder Fafnir, der mythische Drache aus der Nibelungensage, auf dem Fenster und taucht den Raum nun in ein ganz besonderes Licht. So findet die Nibelungensage, die in diesem Raum des Schlosses auf einem Bilderzyklus dargestellt wird, nun wieder ihren Abschluss, denn nun kann man oberhalb des Drachen auf dem Fenster wieder den letzten Vers des Liedes lesen: "Das ist der Nibelungen Not".

Möglich wurde dies durch ein Erbe. Londoner Anwälte als Nachlassverwaltung eines englisches Freundes der Arbeit der NRW-Stiftung hatten mitgeteilt, dass der Erblasser einen Großteil seines Vermögens für die Fördertätigkeiten der NRW-Stiftung einsetzen wollte. „Immer wieder setzen Menschen, die sich der Aufgabe unserer Stiftung verbunden fühlen, die NRW-Stiftung oder den Förderverein als Erben ein. Ihr Vermächtnis ist für uns eine besondere Verpflichtung. Wir tragen Sorge, dass ihr Vermögen nach ihren Wünschen verwendet wird, wie jetzt im aktuellen Beispiel für die Rekonstruktion der Buntglasfenster“ sagt Stefan Ast, Referent für Stifterbetreuung in der NRW-Stiftung. Aus diesen Gründen war es selbstverständlich, dass das aktuelle Erbe Schloss Drachenburg zugutekommen soll. Fand der Kontakt des Erblassers doch über sein Interesse an Schloss Drachenburg statt. In den letzten Jahren konnten durch Spenden bereits einige Oberlichter in Räumen von Schloss Drachenburg rekonstruiert werden.

Durch das Erbe ergab sich die Möglichkeit, auch weitere Rekonstruktionen in Auftrag zu geben. Die Kunsthalle erhält im kommenden Jahr fünf weitere Lanzettenfenster, die mit dem ebenfalls gleichzeitig beauftragten Rosettenfenster Teil der Farbigkeit und des vergangenen Raumeindruckes zurückbringen werden. „Bei fast jeder Führung werden wir gefragt, warum man durch die Fenster in der Kunsthalle nicht hinausschauen kann und die Antwort ist jedes Mal dieselbe. Die satinierten Fenster sind Stellvertreter für die im Krieg zerstörten Buntglasfenster, die auch historisch mit Sicherheit ein vollkommen anderes Raumempfinden ermöglicht haben“, sagt Svenja Bach vom Besucherservice des Schlosses.

Geht es nach den Wünschen der Akteure, ist dieser beginnende große Schritt aber auch nur der Anfang für die zukünftigen Aufgaben. „Schließlich warten noch weitere 70 Fenster auf die Rekonstruktion und die Vervollständigung des rheinischen Kleinodes, das so häufig als „Neuschwanstein des Rheinlandes“ bezeichnet wird“, so Martina Grote, Geschäftsführerin der NRW-Stiftung.

Die erste Möglichkeit sich das neue Highlight des Schlosses anzuschauen, haben die Besucher der "Einzigartigen Weihnachtszeit", die noch an den beiden letzten Adventswochenenden die Pforten für die Gäste öffnet.

» Dieser Presseartikel wurde bereitgestellt durch Schloss Drachenburg

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