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Staatliche Münzsammlung München: Die Staatliche Münzsammlung München zeigt bis zum 25. Juni 2017 zwei Sonderausstellungen gleichzeitig (14/04/2017)

... die dem Werk des Steinschneiders Martin Seitz und der Entwicklung der römischen Münzportraits über einen Zeitraum von 500 Jahren gewidmet sind.


Große Kunst in kleinem Stein. Gemmen von Martin Seitz
Martin Seitz (1895–1988) aus Passau gehörte zu den wenigen, die sich im 20. Jahrhundert noch der Steinschneidekunst widmeten. In dieser Kunst Autodidakt, führte er sie zu einem neuen und seitdem nicht mehr erreichten Höhepunkt.
Seitz pflegte vor allem den Gemmenschnitt nach antikem Vorbild und knüpfte damit an eine im Grunde schon 1500 Jahre zuvor abgerissene Tradition wieder an. Das gilt für die äußere Erscheinung wie für einen großen Teil der Motive. Seitz war in der antiken Bildwelt sicher zu Hause, doch ahmte er selten einfach nach, sondern wandelte ab und gestaltete neu, individuell, machte einen typischen „Seitz“ daraus.
Andere Motive stammen auch ganz aus modernerer Bildtradition. Neben Tieren, menschlichen Figuren, Portraits und mythologischen Szenen gibt es auch eine Reihe von religiösen Darstellungen, vor allem die an seine Familie verschenkten „Weihnachtssteine“.
Zur Ausstellung ist ein von Dietrich O. A. Klose verfasstes Begleitheft erschienen. Auf 52 Seitenwerden 54 Stücke in Farbe und z. T. stark vergrößert abgebildet. Das Heft zum Preis von 7,00 € ist über den Buchhandel (ISBN 978-3-922840-37-4) oder zzgl. Versandkosten direkt bei der Staatlichen Münzsammlung zu beziehen.


Portraits. 500 Jahre römische Münzportraits
Die verschiedenen Portraittypen der römischen Kaiser und ihrer Familien auf römischen Reichsprägungen über 500 Jahre von der späten Republik bis zum Ende des Westreiches stehen im Mittelpunkt dieser Ausstellung.
Für die Regierung des römischen Kaiserreiches waren Münzen ein wichtiges, vielleicht das wichtigste Mittel zur Kommunikation mit dem Volk, besonders dem Militär und den römischen Bürgern. Portraits auf Münzen reflektieren bis heute die Machtverhältnisse im Reich und lassen uns noch heute erkennen, wie der Kaiser gesehen werden wollte, welches Bild er von sich und seiner Familie „prägte“.
Die Entwicklung der verschiedenen Portraittypen wird am Beispiel von etwa 250 römischen Münzen vorgestellt. Auch zeigt die Ausstellung die Nachwirkung römischer Portraittypen bis in die Neuzeit, von der Renaissance bis ins 19 Jahrhundert illustriert.
Parallel zur Ausstellung ist das von Andreas Pangerl herausgegebene Handbuch „Portraits“. 500 Jahre römische Münzbildnisse“ mit 352 Seiten, etwa 1000 zumeist farbigen Fotos und 14 Textbeiträgen erschienen. Das Buch zum Preis von 59,00 € ist über den Buchhandel (ISBN 978-3-922840-36-7) oder zzgl. Versandkosten direkt bei der Staatlichen Münzsammlung zu beziehen.

» Dieser Presseartikel wurde bereitgestellt durch Staatliche Münzsammlung München

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